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Friedrich Schiller
- Erste Erfolge -
Im Dezember 1780 verließ Schiller die Karlsschule. Schiller, der bereits in den letzten Schulmonaten pessimistisch in seine Zukunft blickte, erhielt vom Herzog nur eine gering besoldete Anstellung. Er wurde einfacher Medicus in einem Regiment.
Während dieser Zeit schrieb Schiller an seinem ersten Drama “Die Räuber”. Obwohl Schiller von seinen literarischen Fähigkeiten sehr überzeugt war, war er in seinem Privatleben zügellos. Er führte ein unstetes Leben, machte Schulden und sprach reichlich dem Alkohol zu.
Auf der anderen Seite widmete er sich intensiv seinem ersten Werk. So finanzierte er 1781 auf Kredit den Erstdruck der “Räuber” und gab ein literarisches Journal mit überweigend eigenen Texten heraus. Deren literarischen Qualitäten waren aber sehr unterschiedlich. Als das Buch “”Die Räuber” erschien, sprachen deutsche Literaturkritiker von Schiller als einem deutschen Shakespeare. Dynamisch kraftvoll und dramatisch wie das Drama war, fand es großen Zuspruch.
Dabei hatte Schiller zunächst Schwierigkeiten gehabt, einen Verleger zu finden. Ein Verleger, der das Drama zwar nicht drucken lassen wollte, empfahl Schillers Werk dem Mannheimer Nationaltheater.
Schiller fühlte sich in Stuttgart eingeengt und sah für sich nur Mannheim als neue Heimat. Zum Missfallen des württembergischen Herzogs Carl Eugen. 1780 wurde in Mannheim das Drama “Die Räuber” uraufgeführt. Die Willkür der Fürsten, die hier angegriffen wurde, war für den Herzog ein weiterer Affront. Als auch noch eine diffamierende Passage in den “Räubern” dem Herzog zu Gehör kam, verbot dieser Schiller jegliche literarische Arbeit.
Schiller floh daraufhin mit Johann Andreas Streicher, einem befreundeten Musiker, nach Mannheim. In Mannheim angekommen, hoffte der mittellose Schiller nit seinem Trauerspiel “Fiesko” Erfolg zu haben. Doch der Triumph der “Räuber” wiederholte sich nicht. “Fiesko” wurde 1784 nach drei Aufführungen vom Spielplan genommen.
Schillers Geldsorgen und seine Angst vor der Rache Carl Eugens überschattete die Mannheimer Zeit. Schiller lebte zusammen mit seinem Freund in einem Gasthof in Oggersheim unter einfachen Bedingungen. Hier begann er mit “Louise Millerin”, später bekannt geworden als “Kabale und Liebe”. Es gelang ihm nicht in dieser Zeit einen Verleger für den “Fiesko” zu finden. Eine Aufführung stand auch noch nicht an.
Schiller entfloh dieser hoffnungslosen Situation 1782 nach Bauerbach in der Nähe von Meiningen. Immer noch voller Furcht vor der Rache des württembergischen Herzogs lebte er in seinem neuen Zufluchtsort unter dem Pseudonym Dr. Ritter.
Er fand Zuflucht auf dem Gut der Freifrau Henriette von Wolzogen. Schiller fühlte sich hier so sicher, dass er “Kabale und Liebe” vollenden konnte. Er fand in Meiningen Unterstützung für seine Recherchen bei dem Bibliothekar Friedrich Hermann Reinwald, der Jahre später sein Schwager werden sollte. Schillers Elan war jetzt ungebremst. Kaum war “Kabale und Liebe” beendet begann er mit “Don Karlos”. Der Mannheimer Theater-Direktor Wolfgang Heribert von Dalberg hatte Schiller zu diesem Stoff angeregt. Dalberg begleitete in diesen Jahren den dichterischen Lebensweg Schillers mit kritischem Ratschlag.
Überraschend entschloss sich Schiller zur Rückkehr nach Mannheim. Er wollte für die Aufführung seiner Werke im Mannheimer Staatstheater werben. Dalberg bot ihm einen Jahresvertrag als Theaterdichter an. Das Jahreseinkommen reichte aber nicht, um Schillers Schulden zu tilgen. Trotzdem ließ sich Schiller davon nicht beeinträchtigen. Er gab weiter das Geld aus, sobald er welches bekam.
Trotz seines unsoliden Lebenswandels wurde Schiller von der Mannheimer Gesellschaft wohl gelitten. Als Schiller in die “Deutsche Gesellschaft” eingetreten war, lernte er hier Wieland und Klopstock persönlich kennen.
Schiller wurde vom Mannheimer Theaterdirektor verpflichtet, drei Theaterstücke abzuliefern. Fiesko wurde am 11. Januar 1784 mit wenig Erfolg uraufgeführt. Am 15. April 1784 wurde “Kabale und Liebe” in Mannheim aufgeführt.
Schillers Verhältnis zum Mannheimer Nationaltheater wurde bald von ständigen Auseinandersetzungen zwischen ihm und den Schauspielern überschattet. Direktor Dalberg verlängerte den Vertrag mit Schiller deshalb nicht. Schillers Ansichten über das neue Theater, die er in seinem Aufruf “Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet” zusammenfasste, fanden kein Wohlwollen in der Mannheimer Kulturwelt.
Friedrich Schiller fand 1784 Unterstützung durch Charlotte von Kalb. Die kunstsinnige und selbstbewusste junge Frau sorgte für eine Reise Schillers nach Darmstadt. Schiller fand hier einen prominenten Zuhörer, als er hier aus “Don Karlos” vorlas. Carl August von Weimar ernannte Schiller als Zeichen der Anerkennung zum Weimarer Rat, ein Ehrentitel.
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