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Zenobia : Herrscherin von Palmyra


267 wurde Septimius Odaenathus, der König von Palmyra, ermordet. Seine Witwe Zenobia (eigentlich : Septimia Bath-zabbai) übernahm mit Zustimmung des römischen Kaisers die Regentschaft für ihren Sohn Vaballathus Athenodorus. Zenobia stellte sich als machtbewusste Herrscherin heraus. Zenobia war eine hochgebildete Frau, die ihre Abstammung auf Kleopatra zurückführte. Historisch ist diese Behauptung aber umstritten. Fest steht, dass sie sich für die ägyptische Kultur interessierte.

Sie erweiterte ihr Reich bis weit nach Ägypten und Mesopotamien. Im Norden reichte ihr Reich bis ins heutige Armenien. Die innenpolitischen Wirren in Rom in dieser Zeit ermöglichten ihr diese Politik. Sie führte sogar soweit, dass sich Zenobia 270 zur Augusta ernannte. Ihr Sohn nannte sich Augustus. Während ihrer Regierungszeit wurde die Stadt Palmyra zu einer wirtschaftlich und kulturell bedeutenden Stadt. Bedeutende Karawanenwege endeten in dieser Stadt und machten sie zu einem Zentrum in dieser Gegend. Zenobia betrieb auch eine maßvolle Innenpolitik, indem sie gute Kontakte zu Juden und Christen pflegte.

Ihr Machtbewusstein drückte sich auch in den Münzen aus, die ihre Gesichtszüge trugen. Militärisch leistete sie den römischen Kaisern zunächst erfolgreich Widerstand.

Kaiser Aurelian konnte zunächst nicht gegen die machtbewusste Königin vorgehen, weil er noch gegen die Alemannen kämpfen musste. Doch 271 erklärte der Kaiser Zenobia den Krieg. Die Palmyrer konnten den römischen Legionen nichts entggensetzen, und Aurelian besiegte 272 das Königreich. Zenobia wurde gefangen genommen und nach Rom gebracht. Hier verbrachte sie den Rest ihres Lebens, dass sie im Wohlstand verbrachte. Ihre Nachkommen heirateten in römische Familien ein und waren noch bis zum 5. Jahrhundert nachweisbar. Ihre Heimatstadt Palmyra wurde von den Römern verwüstet und damit ein lästiger Konkurrent.

 

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