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Seen : Entstehung und Formen

(Links mit* verweisen auf Artikel von wikipedia)

Unter einem See versteht man zunächst eine mit Wasser gefüllte Senke in der Landoberfläche, die keine Verbindung mit dem Meer hat. Diese Seen werden als Binnenseen bzw. stehende Gewässer bezeichnet. Seen, die von Flüssen durchflossen werden, sind so genannte Flussseen. Einzelne Seen können beachtliche Größen haben, so dass man von ihnen auch als Meere spricht.

Die Seen haben sehr unterschiedliche Tiefen. Der
Baikalsee* ist bis zu 1287 m tief. Die Verteilung der Seen variiert auf der Erde. In Deutschland nehmen die Seen nur 1 % der Gesamtfläche des Landes ein. In Finnland erstrecken sich die Seen auf 10 % des Landes.

Die Seen entstanden aus den unterschiedlichsten Ursachen. Das Kaspische Meer, der Ladogasee und der Onegasee hatten in erdgeschichtlicher Zeit noch eine Verbindung zum Meer. Durch geologische Abdämmungen verloren sie schließlich die Verbindung zum Meer.

Andere Seen bildeten sich in Vertiefungen. Dazu gehören die Maare bzw. Kraterseen, die in eingefallenen Vulkankegeln entstanden. Diese Seen findet man in Deutschland vor allem in der Eifel.

Andere Vertiefungen entstanden während der Gebirgsbildung und füllten sich mit Wasser auf. Karstseen findet man in kalkhaltigen Landschaften, bei denen unterirdische Höhlen einbrachen und sich auffüllten. Manche Karstseen existieren oft nur nach Regenfällen. Man findet sie in Süddeutschland, auf dem Balkan und auch in den USA.

Nach der Eiszeit hinterließen die zurück weichenden Gletscher tiefe Einkerbungen in der Landschaft, die sich mit Wasser füllten. Die Moränenseen findet man vorwiegend in Norddeutschland, aber auch in Bayern.

Weitere Seen bildeten sich durch Landabtrennungen bei Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

Die Seen haben überwiegend Süßwasser. Das Wasser fließt oft über-bzw. unterirdisch ab. Doch Seen, die keinen Abfluss haben, bestehen häufig aus Salzwasser. Man findet sie in trockenen Landschaften der Erde. Dabei verdunstet das zugeführte Wasser und Salz reichert sich im See an. Der Salzgehalt und die Zusammensetzung der verschiedenen Salze ist in jedem See unterschiedlich. Trocknen die Salzseen aus bilden sie Salzsümpfe bzw. Salzpfannen.

Binnenseen und ihre Größe (Auswahl)

Kaspisches Meer*: 371 000 qkm
Victoriasee*: 69 484 qkm
Aralsee*: 64 501 qkm
Ladogasee*: 17 703 qkm
Bodensee*: 539 qkm

Salzsseen (Auswahl)

Aralsee
Bitterseen
Großer Salzsee
Totes Meer

 

Literatur:

Walter Schumann : Das Buch der Erde ; Bd1; Entstehung und Landschaft
München: Lexikographisches Inst. 1987

 

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