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Die Schifffahrt auf dem Rhein
(Links mit * weisen auf externe Seiten hin)
Zwischen Basel und Breisach wird der Rheinseitenkanal von der Schifffahrt genutzt. Bis Iffezheim erleichtern mehrere Staustufen den Schiffsverkehr. Der Rhein ist für den Güterverkehr eine der wichtigsten Hauptschifffahrtsrouten in Europa. Seine Nebenflüsse und Kanäle verbinden den Rhein mit den Wasserstraßen der angrenzenden Länder und reichen von der Nordsee zur Ostsee bis zum Schwarzen Meer.
Die Rheinhäfen
Duisburg * : Europas größter Binnenhafen an Rhein und Ruhr
Bereits 1716 begann die Geschichte des Hafens*. Der Duisburger Hafen hat 22 Hafenbecken und ist ein wichtiger Umschlagplatz für Waren, die aus den niederländischen und belgischen Seehäfen transportiert werden. Der Duisburger Hafen versorgt ein Einzugsgebiet mit bis zu 30 Millionen Einwohnern und 300 000 Firmen.
Auf 180 ha Wasserfläche werden Waren gelagert bzw. auf Straße und Schiene verladen. Ein Freihafen schlägt Güter im internationalen Verkehr um. Duisport* - so der Name des Hafens - wird aber nicht nur von Binnenschiffen angelaufen, auch Hochseeschiffe erreichen die Docks. Über 20000 Schiffe werden pro Jahr abgefertigt. Darunter sind Schiffe, die mehr als 1300 Tonnen transportieren können und Sechser-Schubverbände, die bis zu 18000 Tonnen bewegen. Der Freihafen ist auch mit einem großen Logistikzentrum verbunden, dem Logport. Weitere Logististikzentren sind Kaßlerfeld und Ruhrort. Auf 360 000 qm Größe werden Warehouse-Kapazitäten bereit gehalten (2003).
Die Bauarbeiten für den Logport* wurden 1993 begonnen. Hierfür bebaute man das Gelände des ehemaligen Stahlwerks in Duisburg-Rheinhausen. Auf 265 ha befindet sich das Duisburg Intermodal Terminal, das Warenumschläge auf die verschiedenen Verkehrsträger ermöglicht.
Das Kaßlerfeld* war das erste Gebiet, dass den Logistik-Dienstleistern Anfang der 90er Jahre zur Verfügung gestellt wurde.
Statistik 2003* (Güterumschlag)
Kohle : 6 Millionen Tonnen Mineralöle : 3,9 Millionen Tonnen Stückgute : 8,4 Millionen Tonnen
Basel*
Die Schweiz hat über Rheinfelden einen direkten Schifffahrtsweg bis in in die Nordsee. Über den Rhein-Main-Donau-Kanal gelangen seit 1992 die Schweizer Transportschiffe bis nach Ungarn und Südosteuropa. Die Häfen in Basel leiten bis zu 15 Prozent des Schweizer Außenhandels weiter. Bis 40 Prozent der Mineralöle gelangen über den Rhein in das Land. 2002 schlugen die Baseler Häfen 8,2 Millionen Tonnen Güter um.
Weitere Häfen (Verweise):
Köln* - Karlsruhe* - Rotterdam*
Umwelt
Der Rhein diente bis in die siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts den angrenzenden Ländern und Industrien als Abwasserkanal. Um die Wasserqualität zu steigern wurden deshalb ab 1965 zahlreiche Kläranlagen gebaut.
Die chemische Industrie gehört zu den größten Verschmutzern des Flusses, obwohl sie auch ihre Abwässer bereits behandeln lässt. Noch 1990 wurden BASF und Bayer erlaubt bis zu 240 Millionen Kubikmeter Abwässer in den Fluss zu leiten. Die Chemiewerke bei Basel durften in dieser zeit noch viel höhere Mengen ableiten.
1987 transportierte der Rhein laut “Spiegel” eine Million Tonnen Chemikalien ins Meer. Dazu kamen u.a. noch 40 Tonnen Nervengifte. Hauptverschmutzer des Rheins waren in dieser Zeit die Chemie-Firmen Hoffmann La Roche, Ciba-Geigy, Sandoz, BASF, Hoechst, Unilever und Henkel. Auch die neu gebauten Kernkraftwerke waren an der Umweltverschmutzung beteiligt.
Die Motorschifffahrt trug ein Übriges dazu bei. Die starke Verschmutzung sorgte insgesamt für das Aussterben der im Rhein lebenden Fische um bis zu 90 %.
Als bei einer Brandkatastrophe das Chemiewerk Sandoz am 1. November 1986 große Mengen Chemikalien in den Rhein fließen ließ, starben auf einer Flusslänge von 400 Kilometern fast alle Tiere im Fluss. Dieser Unfall wurde zum Anlass genommen, die Wasserqualität des Rheins zu verbessern. Die deutsche Bundesregierung beschloß unmittelbar nach diesem Unglück ein Beobachtungs-und Überwachungssystem für den Rhein. Durch verschiedene Maßnahmen* wurde es zur Jahrtausendwende geschafft, dass sich sogar wieder Lachse im Rhein sehen ließen.
Links:
Die wirtschaftliche Bedeutung der Schifffahrtsstraße Mittelrhein
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