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Das Flussdelta : Entstehung, Formen
 

Das Flussdelta

Das Flussdelta entsteht durch Ablagerung von Sedimenten (Schlamm u.a.). Deltas befinden sich an Meeresküsten mit geringen Strömungen und Gezeiten. Der Fluss transportiert auf seinem Weg von der Quelle bis zur Mündung Tonnen von Materialien. Lässt die Strömung dabei nach, lagert der Fluss die Sedimente an der Mündung ab.

Im Laufe der Jahre bilden sich so genannte Deltaarme, durch die das Flusswasser in den See oder das Meer fließt. Diese Arme entstehen dadurch, dass Ablagerungen den Fluß blockieren und sich das Wasser einen neuen Weg suchen muss. Dabei bildet sich ein dreieckiges Mündungsgebiet heraus, das nach dem griechischen Buchstaben Delta benannt wurde. Zwischen den Deltaarmen befindet sich nicht nur trockenes Land. Hier gibt es neben Sümpfen und kleineren Seen auch fruchtbare Böden. Die Flussdeltas des Nil, des Ganges und des Mississippi zeichnen sich durch fruchtbares Ackerland aus.

Das Delta wächst mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. So ewächst das Mississippi-Delta bis zu 100 Meter im Jahr. Die Fläche eines Deltas kann ein beträchtliches Ausmaß erreichen.

Das Donaudelta wurde 1991 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt und dokumentiert dadurch die Bedeutung eines Deltas für die Umwelt. Das Reservat ist Heimat von unzähligen Vogelarten und umfasst große Auenwälder. Die zunehmende Verschmutzung der Donau bedeutet zur Zeit eine große Gefahr für die Ökologie. des Donaudeltas.

Das Ebrodelta ist mit 300 Quadratkilometer das größte Feuchtgebiet an den Mittelmeerküsten. Das Delta wird für den Reisanbau genutzt und ist auch zum Teil ein Naturschutzgebiet.

Flächen einzelner Flussdeltas in Quadratkilometer:

Ganges: 80000
Hwangho: 75000’
Lena: 45000
Mississippi: 30000
Orinoko: 24000
Nil: 20000
Wolga: 18000
Donau: 4000

Das Binnendelta

Binnendeltas findet man in Gegenden mit trockenem Klima. Die Flüsse enden hier oft in Binnenseen, wie dem Tschad oder dem Aralsee. Wird die Trockenzeit zu lang, verdunsten die Flüsse in ihrem Bett und bilden mit zahlreichen kleinen Wasserläufen ein Delta, wie der Okavango.

Niederungs-Binnendeltas entstehen, wenn sich ein Fluss in einer Niederung in mehrere Flussläufe unterteilt. Das Wasser staut sich und Feuchtgebiete entstehen. Das Wasser sammelt sich schließlich an der tiefsten Stelle der Niederung und fließt weiter in einem einzigen Flussbett. Zu dieser Deltaform gehört der Spreewald.

Das Delta kann aber auch in einen anderen Fluss münden, wie der Rio Purus, der mit seinem Delta in den Amazonas mündet.

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