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Der Eiderkanal

Bereits Herzog Adolf I. von Schleswig-Holstein-Gottdorf setzte sich bereits 1571 für einen Schifffahrtsweg zwischen Nord- und Ostsee ein. Dazu sollte ein Kanal die Eider und deren Seen miteinander verbinden. Doch die Pläne wurden nicht verwirklicht.

1774 setzte der dänische König Christian VII. eine Planungskommission für einen Kanalbau zwischen den Meeren ein. Zwei Jahre später wurde die Streckenführung für den Schleswig-Holsteinischen-Canal festgelegt. Dazu wurden die Untereider bis Rendsburg benutzt, und der Fluss begradigt und vertieft. Sechs Schleusen wurden gebaut: Holtenau, Knoop, Rathsmanndorf, Königsförde, Kluvensiek und Rendsburg.

Der Kanal wurde von 1777 bis 1784 gebaut. Der eigentliche Kanal war 34 Kilometer lang. Insgesamt war die Strecke von Tönning bis Holtenau 180 Kilometer lang. Der Kanal hatte eine Durchschnittstiefe von 3,5 Metern und war für Schiffe bis 260 Tonnen Tragkraft gebaut. Er war zu dieser Zeit der längste Kanal
Europas. Die Schiffe brauchten für die Durchfahrt bis zu drei Tage und wurden zum Teil getreidelt.

Der Schifffahrtsweg war ein wirtschaftlicher Erfolg. Befuhren anfangs bis zu 2000 Schiffe den Kanal, waren es ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis 4000. 1853 wurde der Kanal in Eiderkanal umbenannt.

Der steigende Warenverkehr verlangte bald nach größeren Schiffen. Der Kanal war diesen Anforderungen aber nicht gewachsen. So übernahm der Nord-Ostsee-Kanal schließlich zum großen Teil den alten Eiderkanal zwischen Rendsburg un Holtenau.

Reste des Kanals, die heute noch besichtigt werden können, sind die restaurierten Rathmannsdorfer Schleusen und der Entwässerungskanal “Toter Arm”.

 

Literatur:

Hans Rohde: Der Schleswig-Holsteinische Kanal

in

Martin Eckoldt (Hrsg.): Flüsse und Kanäle ; Die Geschichte der deutschen Wasserstraßen
Hamburg: DSV-Verlag 1998

 

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