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  • Die Anfänge
     
  • 19. Jahrhundert
     
  • Wirtschaftsmacht
     
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Der Dollar : Seine Geschichte und Bedeutung

Die Anfänge

Die amerikanischen Kolonien waren für das englische Königreich wichtige Rohstofflieferanten wie Zucker, Tabak, Baumwolle und andere. Die Ländereien in Amerika wurden wirtschaftlich beherrscht von der East India Company und anderen Handelsgesellschaften. Der Handel war aber im eigenen Land dadurch erschwert, dass sich die 13 amerikanischen Kolonien als souveräne Staaten betrachteten und an ihren eigenen Grenzen Warenzölle erhoben. Auch galt die englische Währung nicht im Land. Wer mit England handelte, bekam dafür Wechsel ausgehändigt, die er dann in England einlösen konnte. Die Einfuhr englischen Geldes war verboten.

Für den Zahlungsverkehr innerhalb der Kolonien galten unterschiedliche Währungen. Im 17. Jahrhundert und Anfang des 18. Jahrhunderts galt in weiten Teilen des Landes der Tauschhandel. Tabak, Mais und das indianische Muschelgeld, Wampun, galten als Zahlungsmittel. Sieben Kolonien prägten in dieser Zeit schon Münzen, deren Wert aber sehr unterschiedlich war. Mit der Münzprägung verstießen die Kolonien dabei gegen das englische Gesetz, das nur dem englischen König und dem Parlament das Prägerecht gestattete. Doch die englische Krone duldete bis 1700 die Währungen der Kolonien.

1704 wurde den Kolonien dann doch die Münzprägung endgültig verboten. Damit sollte verhindert werden, dass die amerikanische Wirtschaft mehr an Bedeutung gewann. Die Amerikaner benutzten in den nächsten Jahren ausländisches Geld als Zahlungsmittel. Spanische und niederländische Münzen erleichterten den Handel zwischen und in den Kolonien. Der Name Dollar war eine Abwandlung des Begriffes Talers. Der Taler war in Europa bereits seit Karl V. Zahlungsmittel. Unter ihm kamen die Taler als Zahlungsmittel nach Mittel- und Südamerika. Diese Staaten prägten schließlich ihre eigenen “Dolares”. Die spanischen Silbermünzen bezeichneten die Engländer als “Spanish dollars” und so entstand der zunächst inoffizielle Name für die neue amerikanische Währung.

Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges wollten die Kolonisten ihre Unabhängigkeit vom ehemaligen Mutterland dadurch dokumentieren, dass sie eine eigene Währung schufen. Thomas Jefferson veranlasste schließlich, dass der neue Dollar in 100 Cent weiter zu unterteilen sei. Mit dieser Maßnahme setzte er ein deutliches Zeichen für die Unabhängigkeit der amerikanischen Währung. England und andere Staaten unterteilten ihre Währungen höchst unterschiedlich und erschwerten damit den Zahlungsverkehr. Die praktische Regelung der Amerikaner übernahmen nach der Französischen Revolution auch die Franzosen, in dem sie den Franc in 100 Centimes unterteilten.

1787 wurde in den USA die erste eigene Münze geprägt, eine Cent-Münze. Als weitere Münzen wurden geprägt: Vierteldollar, Halbdollar, Dollar und Dimes (Zehnteldollar). Diese Münzen waren aus Kupfer und Silber. Die höherwertigen “Eagles” (10 Dollar), Halb-Eagles und Viertel-Eagles bestanden aus Gold.

19. Jahrhundert

Von Anfang an war man sich in den USA nicht einig, wer die Geldpolitik bestimmen sollte. Föderale Befürworter wollten die einzelnen Bundesstaaten den Geldverkehr regeln lassen. Andere Politiker forderten eine staatliche Zentralbank. Zwei Versuche, eine Zentralbank zu schaffen, scheiterten im 19. Jahrhundert. Die regionalen Banken behielten dadurch zunächst die Alleinverantwortung. Erst 1913 konnte die Zentralbank ihre Arbeit aufnehmen.

Die Entwicklung des Dollars verlief im 19. Jahrhundert höchst unterschiedlich. Auf Phasen des Wachstums folgten immer wieder wirtschaftliche Krisen, als Spekulationen die Konjunktur erhitzten und Firmen in die Insolvenz stürzten.  Nach dem Ausbau des Eisenbahnnetzes, dem Goldrausch und nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg brach die Wirtschaft zusammen. Sie erholte sich aber immer wieder. Die starken Einwanderungsströme sorgten durch ihre Nachfrage immer wieder für wirtschaftlichen Aufschwung. Bereits 1862 schufen die Amerikaner das Papiergeld. Die wegen seiner Farbe Greenback genannten Geldscheine wurden mit Bildern bedeutender Amerikaner auf der Vorderseite bedruckt.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Dollar wuchs in dieser Zeit auch im internationalen Handel. Napoleon III. versuchte bereits 1867 zwischen Franc und Dollar einen festen Wechselkurs festzulegen. Doch England und Preußen waren gegen diese Verknüpfung, weil sie dadurch für die eigene Wirtschaft Nachteile befürchteten.

Wirtschaftsmacht

Die politische und wirtschaftliche Bedeutung der USA wuchs nach dem Bürgerkrieg immer weiter an, und der Dollar wurde immer mehr zur internationalen Währung. 1944 wurde bei einem Treffen in New Hampshire die Weltbank und der Internationale Währungsfond (IWF) gegründet. Der Dollar wurde zur internationalen Leitwährung bestimmt. In der Folge wurde der Dollar auch zum Zahlungsmittel für verschiedene Rohstoffe. Öl, Gold, Baumwolle u.a. werden nur in Dollar bezahlt. Das führte durch Währungsschwankungen immer wieder zu starken Preisveränderungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg vergaben die USA im Rahmen des Marshall-Plans umfangreiche Kredite an die westeuropäischen Länder. Außerdem investierten amerikanische Firmen weltweit und festigten die Stellung der eigenen Währung.

Die Bedeutung des Dollars erkennt man heute auch daran, das heute die Währungsreserven eines Landes zum großen Teil aus Dollar bestehen. Auch umfangreiche Teile des Privateigentums werden in dieser Währung gehalten.

US-Notenbank

Die US-Notenbank wird FED genannt. Die internationalen Währungsmärkte und die Börsenplätze reagieren häufig auf die Aussagen des FED-Vorsitzenden. Seine Entscheidungen über die US-Leitzinsen haben großen Einfluss.

FED bedeutet eigentlich “Federal Reserve System” und hat die Aufgabe einer Zentralbank für die USA. Die FED besteht aus 12 Privatbanken, und sie haben das Recht Geld zu drucken. Gegen eine kleine Gebühr verleihen diese Banken das Geld. Geleitet wird die US-Notenbank von Bundesbankrat (Board of Governors of the Federal Reserve System).

Diese bestimmen die Geld- und Währungspolitik der USA. Der amerikanische Präsident ernennt sieben Mitglieder des Rates auf je 14 Jahre Amtszeit.

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