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Marcus Junius Brutus

Marcus Junius Brutus entstammte einer alten adligen römischen Familie, der Junii. Die Familie führte ihren Stammbaum bis zum Beginn der römischen Republik zurück. Brutus wurde 85 v. Chr. geboren. Sein Vater war Volkstribun und seine Mutter war die Halbschwester von Cato dem Jüngeren. Obwohl sein Vater von Pompeius umgebracht wurde, wurde Brutus zum Parteigänger des Feldherrn. Zunächst arbeitete Brutus als Assistent von Cato auf Zypern. Danach war er Quästor in Kilikien gewesen und hatte dabei sein Vermögen durch Wuchergeschäfte vermehrt.

Doch Brutus wechselte die Seiten als Pompeius bei Pharsalos gegen Caesar eine Schlacht verlor. Brutus war von Caesar stark beeindruckt, und eine Freundschaft entstand zwischen den beiden Männern. Caesar förderte den jungen Mann, den er erst zum Statthalter einer Provinz und später zum Praetor von Rom ernannte. Brutus wurde aber bald wieder wankelmütig. Caesar hatte sich in der Zwischenzeit zum Diktator auf Lebenszeit ernennen lassen. Eine Machtstellung, der Brutus überaus kritisch gegenüber stand.

Nach dem Selbstmord Catos, seines Lehrers, der sich nicht Caesar fügen wollte, nahm Brutus Kontakte zu den Verschwörern gegen Caesar auf. Die Gegner Caesars erinnerten Brutus auch an die Tradition seiner Familie, die bereits 509 v. Chr. sich für die Gründung der Republik eingesetzt hatte, in dem sie bei der Vertreibung des letzten römischen Königs teilnahm.

Brutus setzte bei den Verschwörern durch, dass nur Caesar ermordet werden sollte. Dessen Vertrauter Marcus Antonius sollte verschont bleiben. Ein verhängnisvoller Rat, wie sich später herausstellen wollte. Ob Brutus und seiner Mitverschwörer Überlegungen angestellt hatten, was nach dem Tod Caesars zu geschehen habe, ist ungewiss. Jedenfalls unterschätzten sie die Haltung der Römer zu Caesar. Es gab unter der römischen Bevölkerung keinen Rückhalt für die Verschwörer, nachdem Marcus Antonius das Testament Caesars verlesen hatte, das den Bürgern der Stadt Geld zukommen ließ.

Ob Caesar wirklich bei seiner Ermordung gesagt haben soll: Auch du mein Sohn, Brutus? ist unter Historikern umstritten, da nicht bewiesen. Ebenso unbewiesen ist die Behauptung, dass Brutus ein Sohn Caesars gewesen sei. Fest steht nur, dass Caesar längere Zeit mit der Mutter von Brutus, Servilia, befreundet gewesen war. Doch Caesar war bei der Geburt von Brutus erst 15 Jahre alt.

Nach dem Attentat floh Brutus nach Griechenland. Hier stellte er mit Cassius ein Heer auf, das gegen Marcus Antonius und Octavian, dem späteren Augustus, bestehen sollte. Bei der ersten Schlacht von Philippi (42 v. Chr.) konnte Brutus die Truppen Octavians besiegen, doch Cassius unterlag gegen Antonius. Cassius beging deshalb Selbstmord. Am zweiten Tag der Schlacht unterlag Brutus seinen Gegnern. Brutus nahm sich ebenfalls das Leben.

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