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Friedrich Maximilian Klinger
Friedrich Maximilian Klinger wurde als Sohn von Johannes Klinger ( geb. 14. Mai 1719, Reicheslheim / Odenwald) und Cornelia Margareta Dorothea geb. Fuchs, am 17. Februar 1752 in Frankfurt am Main geboren. Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Von seinen fünf Geschwistern überlebten nur zwei Schwestern, die Brüder verstarben bereits im Kindesalter.
Sein Vater verstarb als Friedrich acht Jahre alt war. Trotzdem konnte er duch die Unterstützung eines Professors das Gymnasium besuchen. 1774 ermöglichte ihm die Familie Goethe ein Stipendium für das Jura-Studium in Gießen.
Bereits während seiner Studienzeit schrieb er mehrere Theaterstücke. Deshalb verließ er bereits nach zwei Jahren die Universität und reiste nach Weimar. Im gleichen Jahr stellte er das Drama “Der Wirrwarr” fertig, dass später unter seinem geänderten Namen “Sturm und Drang” der Epoche ihren Namen gab.
Seine Dramen fanden aber zunächst keine große Resonanz beim Publikum, so dass Klinger den beruflichen Spuren seines verstorbenen Vaters folgte und Soldat wurde. Er nahm am “Bayerischen Erbfolgekrieg” bis 1779 teil. Nach einem kurzem Intermezzo am Theater wurde er wieder Offizier. Er trat in das Marinebataillon des russischen Großfürsten Paul ein. 1788 heiratete er Elisaweta Alexandrowna Alexejewa. Drei Söhne wurden in dieser Ehe geboren. Zwei starben bereits als Kind, der letzte Sohn fiel in der Schlacht bei Borodino. 1801 wurde er Generalmajor und wechselte später ins russische Ministerium für Volksbildung.
1816 verlor er alle seine Ämter und zog sich ins Privatleben zurück. Er starb am 25. Februar 1831 in Tartu/Estland und wurde in St. Petersburg begraben.
Klinger gehört nicht nur zur Epoche des “Sturm und Drang”, weil sein Drama namensgebend war. Er gehörte auch zu den Anhängern Shakespeares und folgte dessen Theatervorstellungen. In Anlehnung an Jean-Jacques Rousseau übte Klinger auch Kritik an der Gesellschaft und widmete sich der Gefühlswelt des Individuums. Zu seinem Werken gehören nicht nur Dramen, sondern auch mehrere Romane. Bekannt ist er auch durch seinen regen Briefwechsel mit Johann Wolfgang von Goethe u.a.
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