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Charlotte von Kalb

Charlotte Sophie Juliane von Kalb wurde als Freiin Marschalk von Ostheim am 25. Juli 1761 in Waltershausen im Grabfeld geboren. 1783 heiratete sie den Offizier Heinrich von Kalb. Ein Jahr später lernte sie in Mannheim Friedrich Schiller kennen. Das Verhältnis der beiden ging über die gemeinsamen Interessen an der Literatur weit hinaus. Spekulationen, wie intim die Beziehung war, fanden in Weimar neue Nahrung, als Schiller und Charlotte von Kalb bei offziellen Anlässen gemeinsam häufig erschienen. Historisch sind diese Vermutungen nie bewiesen worden.

Charlotte von Kalb verkehrte auch mit anderen bedeutenden Persönlichkeiten der damaligen Kulturszene. Neben Goethe gehörte auch Jean Paul und Hölderlin zu ihren Bekannten.

Ihre zweite Lebenshälfte war dagegen von Tragik überschattet. Ihr ungeliebter Mann erschoss sich 1806. Ihre beiden Söhne starben vor ihr. Seit 1804 lebte sich unter ärmlichen Verhältnissen und erblindete 1820. Bis zu ihrem Tod lebte sie im Stadtschloss in Berlin. Sie starb am 12. Mai 1843 in Berlin.

Nach ihrem Tod erschienen im Buchhandel ihr Roman “Cornelia”, eine Autobiographie und die Briefe, die sie mit Jean Paul wechselte.