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Die Gräber in Ägypten vor der Zeit der Pyramiden

 

Warum bauten die Ägypter des Alten Reiches Pyramiden? Viele Archäologen sehen die Ursprünge der Pyramidenform im Mythos des so genannten “Urhügels”. Bereits die ersten Hochkulturen errichteten ihre Kultstätten auf Anhöhen und Bergen, um den Göttern nahe zu sein. Außerdem glaubten die Ägypter, dass sich der Urhügel zuerst aus dem unendlichen Meer am Anfang der Zeit erhoben habe und damit das erste Festland bildete.

Die Ägypter schütteten deshalb auch Hügel für ihre Kultstätten auf. In Hierakonpolis finden sich Reste einer dieser Grabstätten. Der aufgeschüttete Hügel hatte einen Durchmesser von etwa 49 Meter. Der Hügel wurde von einer Lehmmauer begrenzt. Auf dem Hügel befand sich eine Kultstätte. Diese Tempelhügel findet an mehreren Stellen in Ägypten.

Vor der Pyramidenzeit durchliefen die königlichen und privaten Gräber eine lange Zeit der bautechnischen Entwicklung. Bei Abydos fand man zahlreiche Zeugnisse aus vorpharaonischer Zeit. Die Toten der vordynastischen Zeit wurden in Erdgruben beerdigt, die mit einem Sandhügel abgedeckt waren.

Bei Abydos fand man ein Grab, dass unterirdische Kammern enthielt. Als Grabbeigaben fand man Überreste von Töpfen, Weinkrügen und beschriftete Tafeln. Archäologen vermuten, dass das Grab mit einem Sandhügel bedeckt war. In den nächsten Jahrhunderten wurden die Kammersysteme der Gräber weiter ausgebaut.

Die älteste dynastische Nekropole von Sakkara wurde zur Zeit des Pharaos Aha begonnen. Die Toten wurden hier nicht mehr in unterirdischen Grabkammern beerdigt, die von einem Sandhügel bedeckt wurden, sondern in Mastabas.

Hiier wurden erstmals bearbeitete Steine für die Grabkammern verwendet, um stabile Deckengewölbe zu erhalten. Erste Gräber aus dieser Epoche besitzen bereits Blockiersteine in den Gängen, die das Grab schützen sollten.

Erste “Stufen” besaß die Mastaba des Fürsten Nebitka. Die unterirdische Grabkammer wird durch einen Gang erreicht, der hier bereits in nördlicher Richtung ausgerichtet war.

Die Könige der zweiten Dynastie ließen große Galeriegräber unterirdisch anlegen. Das Grab des Hetepsechemuis hatte bereits eine Größe von 120 mal 45 Meter und reichte bis acht Meter in die Tiefe. Wie der Oberbau dieses und anderer ähnlicher Gräber aussah ist unbekannt.

Literatur:

Haase, Michael:
Das Feld der Tränen : König Snofru und die Pyramiden von Dahschur
Ullstein 2000

 

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