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Sklavinnen

 

 

Die soziale Stellung der Frau im antiken Rom

Sklavinnen

Über die Lebensumstände von Frauen aus unteren Gesellschaftsschichten, wie Sklavinnen, Arme und Arbeiterinnen ist weniger bekannt.

Familien aus der Oberschicht besaßen oft tausende von Sklaven. Deren Lebensumstände waren höchst unterschiedlich. Sie lebten nicht alle im Elend, sie besaßen oft eine bessere Ausbildung. Frauen, die einen Sklaven heirateten waren gesellschaftlich akzeptiert.
Frauen gerieten durch Raub und Kriege in die Sklaverei. Sie arbeiteten als Hebammen, Schauspielerinnen und Prostituierte, sowie als Haugehilfinnen.
Sklavinnen in reichen Familien wurden zu Sekretärinnen, Friseurinnen, Vorleserinnen u.a. Berufen ausgebildet. Das relative angenehme Leben dieser Frauen wurde aber dadurch getrübt, dass sie dem Hausherren jederzeit zu Willen sein mussten. Die Besitzer ließen sie auch als Prostituierte arbeiten.

Sklaven durften keine Sklavinnen heiraten, doch es wurde eine “Sklavenehe”, eine nichteheliche Lebensgemeinschaft, geduldet. Kinder aus diesen Gemeinschaften galten als unehelich und gehörten dem Sklavenhalter. Zahlreiche Dokumente belegen, dass viele dieser “Ehen” über Jahrzehnte andauerten.

Auch bei den Sklaven waren die Frauen eine Minderheit. Auch hier wurde versucht, sich des weiblichen Nachwuchses zu entledigen. Junge Mädchen wurden ausgesetzt, weiterverkauft oder in Bordelle geschickt.

Sklaven konnten auch frei gelassen werden. Im Jahr 4 n. Chr. wurde das dafür nötige Alter auf 30 festgelegt. Da der Staat die Ehe fördern wollte, konnten freigelassene Sklavinnen von ihrem vorherigen Besitzer geheiratet werden. Die Kinder aus dieser Beziehung waren dann ehelich. Freigelassene Sklavinnen durften aber nicht Männer aus Senatorenfamilien heiraten, es war gesetzlich verboten.

Sklaven hatten auch die Möglichkeit, sich frei zu kaufen. Für Frauen war das sehr schwierig, da sie kaum Gelegenheit hatten, Einnahmen wie Männer zu erzielen.

Einigen Freigelassinnen gelang es, Vermögen zu erwerben. Andere arbeiteten als Kauffrauen und als Arbeiterinnen. Sie arbeiteten oft weiter in den Berufen, die sich schon als Sklavinnen ausgeübt hatten. Frauen waren als Weberinnen und in Spinnereien beschäftigt. Orientalische Frauen handelten bevorzugt mit heimatlichen Luxusartikeln. Einige Grabinschriften berichten von Frauen, die Eigentümerinnen von Bauunternehmen waren.

 

Literatur:

Sarah B. Pomeroy: Frauenleben im klassischem Altertum.
Kröner 1985

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