Meine

 

 

 

 

Bibliothek

Schule

Beruf

Freizeit

Bücher


Entstehung

Die Anlage

Die Pyramide

Das Südgrab

 

Die Steinpyramide des Pharao Djoser

 

Der Pharao Djoser erhielt seinen Namen erst 1000 Jahre nach seiner Regierungszeit. Er wurde ursprünglich Netjerichet genannt. Er regierte von 2630-2611 v. Chr. als zweiter Pharao der 3. Dynastie.

Sein Kanzler und Hohepriester Imhotep errichtete für ihn die erste Stufenpyramide aus Stein bei Sakkara am linken Nilufer. Imhotep ist der erste uns bekannte Architekt. Seine Arbeit war deshalb so epochal, weil hier zum ersten Mal so ein grosses Projekt erstellt wurde.
Eine grosse Kalksteinmauer (10,5 m hoch, 1645 m lang) umfasst den 15 ha grossen Pyramiden-Komplex. Die Mauer wird von 104 Bastionen unterbrochen. 15 Bastionen sind als Stadttore ausgebaut, doch nur ein Tor ist echt und führt in die Tempelanlage. Die Stufenpyramide, mit einer Grundfläche von 109 x 121 m, erhebt sich in der Mitte des Areals. Sie wurde zunächst als quadratische, 60 m hohe Mastaba (Grabhügel) geplant, dann aber als rechteckiger, sechs Stufen hoher Bau fertiggestellt. Der Kern des Gebäudes besteht aus roh behauenen Steinen mit einem Kalksteinmantel. Dazwischen liegt Mörtel.

Die Bauarbeiten erfolgten in mehreren Etappen, wobei zum ersten Mal grosse Steinblöcke verwendet wurden, die die Stabilität des Gebäudes sicherten. Die erste Steinpyramide der Welt bot auch noch weitere architektonische Neuheiten. Hier findet man das erste Säulendach, die ersten Kolonnaden. Auch lebensgrosse Statuen wurden hier erstmals aufgestellt. Die Ägypter hatten eine Vorliebe, Bauelemente zu simulieren. Die Steinmauer imitierte Lehmziegel, die Wände waren so bemalt, dass sie wie Holzwände aussahen. Zahlreiche Bauten befinden sich unter der Erde. Die 5,7 km langen Gänge und Tunnel verbinden Galerien, Kammern und Vorratsräume. Insgesamt gibt es über 400 Räume.

Die Anlage wurde durch das Südttor betreten. Zuerst gelangte man in eine Festhalle, danach folgte der Südhof, der dem Sedfest diente. Westlich davon befinden sich eine Terrasse und überdachte Magazine. Östlich liegt ein langgestreckter Bau, der kleine Anbauten enthält, die Schilfhütten nachstellen sollten. Im Süden stehen die Throne von Ober- und Unterägypten.

Für die Grabkammer baute man einen 7 mal 7 m weiten und 28 m tiefen Schacht. Archäologen fanden Reste der Decke des Grabgewölbes, mit Sternen verzierte Kalksteinblöcke. Ein in Pyramiden immer wieder auftauchendes Motiv. Der tote Pharao sollte ungehindert „Zugang“ zum Himmel haben. Die Kammer war klein, sie reichte gerade für den Sarkophag aus. Die Öffnung zur Kammer wurde von einem 3 Tonnen schweren Stein verschlossen. Die Kammer wurde später von Grabräubern geplündert.
Auf einem gut erhaltenen Relief ist Djoser beim Sedfest zu sehen.

Unter der Pyramide befinden sich elf senkrechte Schächte. An derem Ende verlaufen mehrere Galerien, die zum Teil als Gräber benutzt wurden, nach Westen.
Viele der hier gefunden Mumien entstammten aus der Zeit vor Djoser. Man nimmt an, dass die Mumien aus geplünderten Mastabas hierher verlegt wurden.
Aussdem fand man hier zehntausende von Gefäßen.

Die Pyramide gilt als eigentliches Königsgrab, doch befindet sich in der Anlage eine weitere Pyramide, das Südgrab, dessen Bedeutung bis heute vollkommen unbekannt ist. Unter dem Südgrab führen ein abfallender Korridor und ein Schacht zu einem „Königspalast.“ Wer hier begraben werden sollte, ist unbekannt. Die Grabkammer ist für einen Sarkophag zu klein. Ob hier die Königsstatue oder auch die königlichen Eingeweide „bestattet“ wurden ist Spekulation. Das Südgrab wurde vor der Stufenpyramide fertiggestellt. Gut erhalten haben sich hier die blauen Fayencefliesen an den Wänden des Palastes.

Literatur:

Ekschmitt, Werner:
Die sieben Weltwunder
Zabern 1984

Lehner, Mark:
Geheimnis der Pyramiden
Oribs 1999

 

>zurück<