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Alltag in Athen

 

Essen im antiken Griechenland

Homer berichtet in seinen Werken von den Essgewohnheiten der Griechen seiner Zeit. Man aß Fleisch am Spieß, trank dazu Wein und Brot wurde gereicht.  Es wurde auch Milch getrunken, die mit Wasser verdünnt wurde.

Ein beliebtes Nahrungsmittel bei der Bevölkerung war auch der Maza, ein Teig, der mit Wasser, Milch und Öl versetzt war. Dazu gab es Zwiebeln und Gemüse. Reichere Bürger kauften Weizenbrot und honiggesüßte Kuchen.

Im klassischen Athen aß man aber überwiegend einfach, was auch der Philosoph Platon allen empfahl. Fleisch wurde in dieser Zeit seltener gegesssen. Der Frischfisch kam jetzt auch häufiger auf den Tisch, entweder gedörrt oder geräuchert. Nach der klassischen Zeit wurde die griechische Küche vielseitiger.

Sterben

Der Leichnam wurde, bevor man ihn aufbahrte, gewaschen und gesalbt und eingekleidet. Während der Aufbahrung (prothesis) stimmten die Trauernden die Totenklage an. Die Frauen zerrauften ihr Haar oder legten die Hände über den Kopf zusammen. Die Männer berührten mit ihrer linken Hand den Kopf und streckten den rechten Arm als Zeichen ihrer Trauer aus.

Am Morgen des dritten Tages nach dem Tod wurden die Toten zum Friedhof geleitet. Am Grab wurden Gebete gesprochen und Trank- und Früchteopfer dargebracht. Danach fand im Verwandtenkreis ein Festmahl ((Peridupnon) zum Gedenken statt. Am 9. und 30. Tag nach dem Tod folgten weitere Opfer und Totenmahle. Damit endete die traditionelle Trauerzeit.

Die Toten wurden im Sarg bzw. in einer Urne bestattet. Beide Bestattungsformen existierten nebeneinander. Die Friedhöfe befanden sich außerhalb der Stadt. Die Erdbestattung erfolgte in einer rechteckigen Grube, die mit Steinplatten verkleidet war. Der Leichnam wurde durch schräg gegeneinander liegende Ziegeln abgedeckt. Die Verbrennung der Toten konnte direkt im Grab stattfinden oder auf einem Scheiterhaufen. Die Asche wurde dann in eine Urne gefüllt und ins Grab gelegt.

Auf den Gräbern standen oft kunstvoll gestaltete Stelen, Pfeiler und Vasen, deren Abbildungen das Leben der Toten ehren- und liebevoll darstellten.

Literatur:

Horst Blanck
Einführung in das Privatleben der Griechen und Römer. 2., durchges. u. erw. Aufl.
Wissenschaftliche Buchges. 1996

Robert Flaceliere:
Griechenland : Leben und Kultur in klassischer Zeit
Reclam 1977

P.M. Perspektive 2/ 2007: Das Leben im antiken Griechenland
Grunder + Jahr 2007

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