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Geschichte Athens

Kleisthenes

546 errang Peisistratos die Macht, nachdem er ein Bürgerheer besiegt hatte. Er ernannte sich zum Tyrannen, dass heisst, er bestimmte alleine die Politik der Stadt.

Zu dieser Zeit war Sparta die führende Kraft im Peloponnesischen Bund. Der Stadtstaat unterstützte oppositionelle Gruppen Athens, und 510 endete die Herrschaft der Peisistraditen.

In Athen gewann Kleisthenes immer mehr an Einfluss, in dem er das “niedere Volk” (=Demos) und unabhängige Bauern zu seinen Anhängern machte.. Sie sollten an der Regierung beteiligt werden.
Die Teilung der ,Macht mit Nichtadligen missfiel Sparta. Kleomenes I., ein König Spartas, griff Athen an, um Kleisthenes zu vertreiben, aber er scheiterte am Widerstand der Athener. Zu dieser Zeit begann der jahrhundertelange Konkurrenzkampf zwischen den beiden Städten.

Kleisthenes kehrte nach Athen zurück und legte mit seinen Reformen den Grundstein für die athenische Demokratie.

Reformen

Herodot bezeichnete Kleisthenes als Begründer der attischen Demokratie. Kleisthenes schuf eine neue Organisationsstruktur für die Polis, in dem er Phylen (Unterabteilungen) und Demen (Gemeinden) schuf.
Sie bildeten das Fundament für die politische Organisation, deren oberstes Entscheidungsorgan die Volksversammlung (Ekklesia) wurde.

Kleisthenes gliederte die politische Organisation des Landes zunächst nach regionalen Einheiten: Der Stadt Athen (Asty), das Binnenland (Mesogeia) und das Küstenland (Paralia).

Die von ihm geschaffenen Phylen waren Personenverbände, deren Herkunft sich auf antike Stammväter zurückführen ließ. Jede Phyle bestand zu je einem Drittel (Trittys) aus der drei oben genannten Regionen.
Jede Phyle stellte für den Rat der Fünfhundert 50 Ratsmitglieder (Bouleuten) und je ein Regiment (Taxis) für das Heer.

Den Demen stand der Gemeindevorsteher (Demarchos)  vor, der die Bürgerliste seiner Gemeinde führte.

Die Verbindung zwischen der Gemeinde und der Polis stellte der Rat der Fünfhundert (Boulé) dar, der aus den Bouleuten der Phylen zusammengesetzt war.

Rat der Fünfhundert

Der Rat der Fünfhundert traf in Athen später die politischen Entscheidungen und trat täglich zusammen. Sie führten die Regierungsgeschäfte. Die hier gefassten Beschlüsse mussten der Volksversammlung vorgelegt werden. Die Bule hatte dabei beratende Funktionen.

Wahrscheinlich ist die Bildung des geschäftsführenden Ausschusses (Prytanie) des Rates auf Kleisthenes zurück zu führen. Hier amtierten die Bouleuten jeder Phyle für den 10. Teil eines Geschäftsjahres als Prytanen.

Im 3. Jahrhundert wurden die Mitglieder einer Prytanie in drei weitere Untergruppen unterteilt. Deren Mitglieder wechselten sich mit dem täglich wechselnden Ratsvorsitzenden im Dienst im Amtsgebäude des Rates ab.

Die Reformen führten dazu, dass sich die Athener stärker mit ihrem Staat identifizierten, weil sie an der Macht teilhaben konnen. Auch im Heerwesen machte sich diese Motivation bemerkbar.

 

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