|
Alexander der Große : Schlacht bei Issos
Es folgten weitere Angriffe auf die persischen Städte Kleinasiens. Die verschiedenen makedonischen Truppen trafen dann 333 bei Gordion wieder zusammen. Inzwischen eilte der Perserkönig Dareios mit ca 140 000 Söldnern herbei.
Alexander marschierte nach Süden, um die Nachhut Dareios anzugreifen. Der Perserkönig zog aber nach Norden und schnitt die Makedonier vom Nachschub ab.
Die Perser marschierten am Fluss Pinaros, am Golf von Issos, auf. Wieder erwarteten die Perser den Gegner an einem Flussufer. Die linke Flanke wurde von Bergen, die rechte vom Meer gesichert. Die Position schien uneinnehmbar.
Im November (?) 333 kam es schließlich zur Schlacht. Wieder griff Alexander an der Spitze seiner Truppen an.und schlug die Perser vernichtend. Dareios floh und ließ dabei auch seine Familie zurück.
Schlacht bei Gaugamela
In den nächsten Monaten griff der Makedonier die kleinasiatischen Hafenstädte an, um die persische Flotte vom Nachschub abzuschneiden. Die Städte Tyros und Gaza wurden erobert, die Einwohner von den Griechen massakriert.
Alexander zog weiter nach Ägypten und nahm den Pharaonenthron ein. 331 gründete er Alexandria. Rätselhaft bleibt die Reise des Königs nach der Oase Siwa, zum Heiligtum des Gottes Ammon.
Danach wandte er sich nach Mesopotamien, um Dareios endgültig zu besiegen. Dieser Heerzug war mehr als riskant. Seine Truppen marschierten durch feindliches Land, die Nachschubwege wurden immer länger. Außerdem mussten Truppen als Garnisonen zurückbleiben.
Schließlich erhielt Alexander neue Truppen aus der Heimat. Bei Gaugamela ( beim heutigen Mossul) standen sich die Heere wieder gegenüber.
Dareiso wollte diesmal freien Raum für seine Truppen, die das griechische Heer um das Mehrfache übertrafen. Das Gelände wurde von Hindernissen befreit, so dass die persischen Streitwagen und Reiter eine offene Fläche erhielten.
Die Perser wollten die unterlegenden makedonischen Truppen mit ihrer Kavallerie umzingeln und im Zentrum mit Streitwagen und Elefanten den Gegner zersplittern. Doch auch das misslang.
Alexander griff mit seinen Reitern die persische Flanke an. Die heranstürmenden Streitwagen wurden abgewehrt bzw. man ließ sie durch rasch gebildete Lücken hindurch rasen.
Es kam schließlich zum Kampf Mann gegen Mann. Dareios musste wieder fliehen. 330 wurde der Perserkönig ermordet.
Warum waren die Makedonier erfolgreich?
Die Makedonier sprachen auch griechisch, wurden aber von den übrigen Griechen als Bauern verächtlich betrachtet. Die griechischen Stadtstaaten waren stolz auf ihre Demokratie, die Gleichheit ihrer Bürger. Die Makedonier hatten dagegen ein Wahlkönigtum, das aber auch vererbbar war.
Philipp II. einte mit Gewalt die verschiedenen Stämme zu einer makedonischen Nation. Das erzeugte ein Bewusstsein der Stärke.
Die griechischen Städte waren stets zerstritten, gemeinsame Aktionen fanden kaum statt. Krieg zwischen den einzelnen Städten war ein regelmäßiger Zustand. Der Individualismus dieser Städte sollte im Kampf gegen die Makedonier von Nachteil sein.
Die Armeen der griechischen Polis waren relativ klein. Sie waren eigentlich Milizen, die aus Bauern und Bürgern bestanden. Die Kriege zwischen den Städten orientierten sich an den Jahreszeiten. So fanden Kämpfe nur im Sommer statt. Auch regelten Rituale die Kriegshandlungen. Bei größeren Kriegshandlungen wurden aber auch Söldner angeworben.
nächste Seite
|